Unser Betrieb
Unser Betrieb
Geografische Daten:
| Höhe: | 143 m über Meeresspiegel |
| Niederschlag: | ca. 750 mm/Jahr |
| Temperatur: | Jahresdurchschnitt ca. 10,9 °C |
| Boden: | Sehr unterschiedlich von tonhaltigen Böden in der Rheinebene bis zu sandig- lehmigen Böden weiter vom Rheingraben entfernt. |
| Wasser: | Durch die Nähe zum Rhein, liegt unser Betrieb im Herzen des größten europäischen Grundwasserreservats. Dies vereinfacht die Zugänglichkeit für Bewässerung. |
| Topografie: | Flaches Land entlang des Rheingrabens |
Betriebsentwicklung:
| 50er Jahre: | Muttersauenhaltung und Aufzucht, Rinderzucht und Milchkühe, 9 ha bewirtschaftetes Land, davon 0,5 ha Tabak |
| 60er Jahre: | Ausdehnung der Muttersauenhaltung |
| 1972: | Einstieg von Hans Rudolph Mild in den Betrieb, weitere Ausdehnung der Muttersauenhaltung auf ca. 25, Aufgabe der Rinderzucht und Milchviehhaltung, sukzessive Ausdehnung des Ackerlands, Aufstockung der Tabakfläche bis ca. 2 ha |
| 1984: | Annette Mild steigt als zukünftige Ehefrau von Hans Mild in den Betrieb ein. |
| 1988: | Bau des ersten Tabaktrocknungsofens – Erweiterung des Tabakanbaus |
| 1992: | Weitere Investitionen in den ofengetrockneten Tabak – ca. 10 ha Tabakanbau |
| 2000: | Die Tabakfläche beträgt mittlerweile ca. 23 ha – 18 ha ofengetrocknet und 5 ha luftgetrocknet |
| 2005: | Erste Pflanzung von Erdbeeren: 1 ha |
| 2007: | Aufgabe des ofengetrockneten Tabakanbaus, weiterhin Anbau von 9 ha luftgetrocknetem Tabak, Ausdehnung der Erdbeeren auf 2,5 ha, Erste Pflanzung 1,5 ha Tafeläpfeln der Sorte Kiku |
| 2010: | Aufgabe des luftgetrockneten Tabakanbaus, Ausdehnung der Erdbeeren auf 4 ha, Einstieg in den Himbeeranbau mit 0,5 ha |
| 2011: | Aufgabe der Tierhaltung, Erweiterung des Apfelanbaus mit der Sorte Kanzi um ca. 2 ha, Einstieg in den Johannisbeeranbau mit 0,7 ha, erstmaliger Anbau von mittelfrühen Erdbeeren mit 0,3 ha |
| 2013: | Einstieg von David Mild in den Betrieb, Ausdehnung der Erdbeeren auf 6 ha, Ausdehnung des Apfelanbaus um 30 ar mit der Sorte Jona Karina |
| 2014: | Einstieg in den Anbau von Tafelkirschen mit ca. 1 ha, Erweiterung der Apfelsorte Kiku um 1,5 ha |
| 2020: | Bedingt durch Corona setzen wir vermehrt auf einheimische Hilfskräfte (Studenten, Schüler und Rentner). Dies hat sich als Glücksfall herausgestellt und wir beziehen heute vermehrt einheimische Hilfskräfte mit ein. Selbstpflücken wird ausgedehnt. In den Erdbeeren bereits seit Jahren praktiziert, bieten wir nun auch Äpfel zum Selbstpflücken an. |
| 2022: | Pflanzung von schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren |
| 2023: | Pflanzung der Apfelsorten Elstar, Braeburn und Gala, Einpflanzung von Kirsch- und Apfelbäumen in die Johannisbeerplantage |
| 2025: | Bau einer AgriPV Anlage mit 1,9MWpeak |
| 2026: | Pflanzung einer Agroforst Mischkultur mit Birnen, Zwetschgen, Pawpaw, Esskastanien, Nüssen und Begleitgehölzen |
Betriebsstruktur:
Im Zuge der Tabakmarktreformierung haben wir den Betrieb nach und nach überwiegend auf den Obstanbau umstrukturiert. Begonnen hat dies mit dem Anbau von 1 ha Erdbeeren im Jahr 2005, welche hauptsächlich über den Obstgroßmarkt Oberkirch vermarktet wurden. Der Einstieg in den intensiven Obstbau fiel dank der gewohnten Organisation mit Erntehelfern leichter. Die gute Partnerschaft zum Obstgroßmarkt Oberkirch motivierte die Ausdehnung des Obstbaus in den folgenden Jahren. Mittlerweile umfasst der Obstbau ca. 3,5 ha Erdbeeren, 0,7 ha rote Johannisbeeren, 1 ha Kirschen und 5 ha Äpfel, 0,2 ha schwarze Johannisbeeren und 0,2 ha Stachelbeeren. Wir vermarkten großteils direkt an den Endkunden, weiterhin arbeiten wir mit verschiedenen kleineren Händlern zusammen.
Das warme Klima, welches über den Rhein-Rhône-Kanal vom Mittelmeer nach Südbaden kommt, führt zu frühen natürlichen Bedingungen. Diesen Standortvorteil nutzen wir aus und decken die Erdbeeren zusätzlich mit Vlies oder Lochfolie ab, um diesen Effekt noch zu verstärken.
In den letzten Jahren ist es immer mehr zu Hagelereignissen gekommen. Deshalb sind alle Apfelplantagen mit Hagelnetz überdacht und auch über die Erdbeeren wird teilweise ein Hagelnetz gezogen.
Der niedrige Grundwasserstand ermöglicht eine gute Wasserversorgung. Diese ist zum Schutz vor Frost- und Sonnenbrandschäden zwingend notwendig.
Die Tierhaltung wurde ab dem Jahr 2000 minimiert, da die Stallungen veraltet waren und der Betrieb sich im Ortskern befindet. Eine Aussiedlung der Stallungen kam zu diesem Zeitpunkt nicht infrage, da die Nachfolge des Betriebsleiters noch offenstand.
Der Tabakanbau war lange Jahre das wichtigste Standbein des Betriebes. Die unsichere Marktlage und der gute Einstieg in den Obstbau führten zu einem stetigen Abbau des Tabakanbaus.