Früchte


Unser Fruchtsortiment beinhaltet auch

  • Johannisbeeren
  • Himbeeren
  • Kirschen

mit denen wir Sie beim Kauf vor die Qual der Wahl stellen.

Johannisbeeren: Die Johannisbeeranlagen befinden sich alle in unmittelbarer Ortsnähe von Dundenheim. Die Sträucher haben wir im „Drei Ruten System“ erzogen, sodass wir je Stock 3 Johannisbeertriebe hoch ziehen. Diese werden jeweils nach drei Jahren ausgeschnitten und durch junge nach oben gezogene Triebe ersetzt. Somit ergibt sich ein jährlich rotierendes System der Triebe. Gleichzeitig lässt sich durch ständiges Entfernen alter Triebe der Krankheitsdruck senken.

Die Johannisbeertriebe sind an einem Gestell aus Holzpfählen und Draht befestigt. Dies stabilisiert die Pflanzen und trägt zu einem senkrechten Wachstum bei. Mit Hilfe des Gerüsts können die Johannisbeeren bis auf die gewünschte Höhe von ca. 2 Metern erzogen werden, welches das Ernten in einer angenehmen Arbeitshöhe ermöglicht.

Ca. 40 cm auf jeder Seite der Pflanze decken wir im Frühjahr mit Pferdemist ab. Damit können wir komplett auf Herbizide verzichten, da das Unkraut nicht durch die Abdeckung hindurch wächst. Gegen Ende des Jahres haben die zahlreichen Regenwürmer und Mikroorganismen den Mist zersetzt und es kommt zu einer geringen Verunkrautung, die wir von Hand beseitigen.

Je nach Vegetation steht ungefähr Mitte Juni die Ernte unserer Johannisbeeren an. Wir bauen lediglich die Frühsorte Jonkher von Tets an. Gut ausgereift nehmen die großen Beeren einen süß-säuerlichen Geschmack an.

Himbeeren: Viel Handarbeit erfordert es, bis das volle Aroma unserer aromatischen Himbeeren, zum Verzehr bereit steht. Die kleinen Beeren sind sorgfältig zu pflücken, damit keine Verletzungen entstehen.

Wir pflanzen unsere Himbeeren, der Sorte Tulameen, Anfang Juni in einem Schwarzfoliendamm. Als Flachwurzler reagieren Himbeeren sehr sensibel auf Wasserstress. Deshalb ist eine gute Feldvorbereitung, ohne Staunässeprobleme eine Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Anbau. Der Schwarzfoliendamm ist mit einem Tropfschlauch ausgestattet, durch den wir die Himbeerpflanzen zum Anwachsen mit Wasser versorgen.

Zur Stabilisierung der Himbeerpflanzen bauen wir ein Gerüst auf. Dazu drücken wir Holzpfähle in die Reihe und spannen je 40 cm Höhe eine Schnur. Die Himbeeren werden durch die Schnur gehalten und können so weiter gerade nach oben wachsen.

Ende Juni beginnen wir mit der Himbeerernte. Mit Hilfe von Schlitten (Eisengestellen) wird geerntet. Auf den Schlitten wird die Verpackung abgestellt und die Himbeeren darin abgelegt.

Die Himbeerpflanze bildet sehr viele Neutriebe aus. Bis ca. Mitte Juni schneiden wir diese aus, damit sie keine Konkurrenz zur Fruchtproduktion darstellen. Danach werden sie wachsen gelassen und dienen im darauffolgenden Jahr als Ertragsrute. Nach der Ernte wird die abgeerntete Himbeerrute ausgeschnitten und durch die junge Rute ersetzt.

Kirschen: Im Jahr 2014 haben wir unsere Kirschanlage gepflanzt und warten noch auf die ersten leckeren Früchte….

Unsere Kirschenplantage ist in einer recht isolierten Lage und nicht von weiteren Kirschbäumen umgeben. Die Befruchtung ist dadurch ein sehr wichtiger Faktor für gute Ernten. Deshalb haben wir die drei Sorten Bellise, Burlat und Merchant durcheinander angepflanzt. Kirschen besitzen so genannte S-Allele, diese Erbgutträger sind nicht beliebig verträglich untereinander. Die Abstimmung der Sorten, die sich gegenseitig befruchten können, ist die Grundlage der Befruchtungsmöglichkeit.

Leider haben wir von der Baumschule teils unverzweigte Bäume bekommen und müssen jetzt selbst Baumschularbeit betreiben. Zum Ansatz von Verzweigungen kerben wir die Bäume ein. Die unteren zehn Augen werden dabei mit einem kleinen Schnitt oberhalb der Knospe versehen. Der Saftfluss in den äußeren Leitbahnen ist dadurch nach weiter oben gehemmt und es wird mehr Energie in die Knospe transportiert.

Reife Kirschen haben eine sehr hohe Oberflächenspannung. Bereits bei geringen Niederschlägen kann dies zum Aufplatzen der Kirschhaut führen. Die Verletzungen ließen sich nicht vermarkten und würden schnelle Eintrittspforten für Krankheiten sein. Deshalb werden wir unsere Kirschbäume, ähnlich wie das Hagelschutznetz bei Äpfeln, mit einer Folienüberdachung überspannen. Das Gewebe aus Netz und Folie fängt den Regen in den Giebeln auf und leitet ihn in die Fahrgassen. Dadurch werden die Kirschen nicht mit Wasser benetzt und die Kirschen lassen sich trotz Regengefahr richtig ausreifen.

Gleichzeitig schützt die Folie vor Hagelschäden und dem Raub durch ungeliebte Vögel. Zusätzlich wird um die Anlage ein feinmaschiges Netz gespannt, von dem wir uns den Schutz durch die Kirschessigfliege versprechen.

Genau wie bei den Äpfeln wird die Folie nach der Blüte aufgemacht und in Giebelform über den Anlagen verspannt. Nach der Ernte werden die Folienbahnen wieder am Fürst zusammengerollt und mit einer Schwarzfolie zur Überwinterung umhüllt.

In den Kirschen haben wir eine Unterkronenregnung installiert, mit der wir bei Trockenheit oder zum Schutz vor Frost während der Blütephase beregnen können. Das Wasser wird durch recht nah am Boden befestigte Regner ausgebracht und es gibt kein Kontakt zwischen den Kirschen und dem Wasser.

Ende Juni 2015 erwarten wir die erste sehr geringe Ernte….